Touren planen: Radwegenetz hält die schönsten Radwege bereit

Touren planen – Wander- und Radwege suchen und finden

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Jetzt das schöne Wetter nutzen und Touren planen

Der Frühling 2014 war nicht gerade berauschend und der Sommer viel zu kurz. In Essen und Umgebung sorgte außerdem das Unwetter dafür, dass alle Radsportbegeisterten in dieser Saison viel zu kurz kamen. Umso erfreulicher ist es, dass der Herbst doch noch schöne Tage in petto hält, um noch ein paar Ausflüge mit dem Bike zu unternehmen.  Was früher noch ganz klassisch mit Radwanderkarten aus Papier passierte, machen die meisten Radfahrer natürlich am Computer. Das Radwegenetz Deutschlands bzw. jeden anderen Landes kann bequem im Netz abgerufen werden. Man kann sich Radwanderwege online anschauen und bekommt schon eine erste gute Vorstellung über die Strecke, die man fahren möchte. Einfach so ins Blaue hineinfahren, kann, muss aber nicht die Alternative sein. Wer nämlich die Radreise im Vorfeld plant, kann die Strecke exakt auf die Kondition anpassen und dabei gleichzeitig auf Unterkünfte, Sehenswürdigkeiten und ähnliche Faktoren achten. So können Unwegsamkeiten auf der Tour meist von vornherein ausgeschlossen werden und die Fahrt mit dem Bike macht einfach nur Spaß.

Mit dem Rad unterwegs
Mit dem Rad unterwegs

Das deutsche Radwegenetz

Die D-Routen

Erfreulicherweise wird zumeist doch viel für die Radfahrer getan, so dass man auf ein gutes Radwegenetz zugreifen kann. In Deutschland stehen 12 Radfernwege zur Verfügung, die wie ein Netz verknüpft durch das gesamte Bundesgebiet verlaufen. So führt beispielsweise die Rhein-Route (D 8) vom Bodensee am Rheinufer entlang bis zur niederländischen Grenze. Der Elberadweg (D 10) verläuft dem Namen nach an der Elbe entlang und reicht bis Cuxhaven. Außerdem führt er durch die Sächsische Schweiz, Dresden und Hamburg. Weitere D-Routen sind beispielsweise die Nordsee- und Ostseeküstenroute (D 1 und D 2), Europaroute (D 3), Ostsee-Oberbayern (D 11) sowie Oder-Neiße-Radweg (D 12). Jeder Biker kann die für sich passende Route planen und mit dem Rad unser landschaftlich sehr schönes Bundesgebiet erkunden.

Auf dem Radfernweg durch Deutschland
Auf dem Radfernweg durch Deutschland

Die Radfernwege

Es gibt viele von ihnen und insgesamt erstreckt sich das deutsche Radwegenetz über mehr als 40.000 km – man kann also auf ihnen quasi einmal die Erdkugel umrunden. Sie führen durch alle deutschen Bundesländer und werden zumeist mit eingängigen Zeichen gekennzeichnet. So symbolisiert ein grün umrahmter, nach rechts zeigender Pfeil mit einem grünen Schlosstor die 100-Schlösser-Route in NRW, während ein gelbes Schild mit einem Traubensymbol die Deutsche Weinstraße ausschildert und der Elberadweg durch ein „e“ gekennzeichnet wird, dass einem Fluss nachempfunden wurde. Obwohl nahezu jeder Biker das Internet für´s Touren planen nutzt und sich benötigte Ausdrucke erstellt, sollten doch die Radwanderkarten nicht fehlen, wenn man durch´s Land radelt. Die Süddeutsche.de hat unlängst die 10 schönsten Wege im Radwegenetz Deutschland gekürt. Mit dabei die Radwanderwege:

  • Ostseeküstenradweg
  • Ruhrtal-Radweg
  • Mosel-Radweg
  • Bodensee-Radweg

Auch der Elbe-Radweg zählt zu ihnen, der insgesamt über 1260 km verläuft und in jedem seiner Abschnitte viel zu bieten hat. Highlights dürften unter anderem die beiden Abschnitte „I“ und „J“ sein, denn hier wird gefahren von Havelberg über Tangermünde bis nach Magdeburg. Wer durch den Harz seine Touren planen möchte, wird nicht nur in sportlicher Hinsicht auf volle Kosten kommen, sondern auch noch von einer wunderbaren Route durch den Harz beeindruckt. Auf dem Mozart-Radweg lässt sich von Bayern bis nach Österreich radeln und wunderbare Landschaften säumen die Tour über den Nahe-Hunsrück-Model-Radweg. Ein weiteres Highlight der deutschen Radwanderwege führt durch das phantastische Neckertal, das man von Mannheim über Mosbach, Stuttgart bis runter nach Villingen-Schwenningen befahren kann. Hier waren wir vor Jahren selbst regelmäßig unterwegs und können daher unbedingt raten, hier eine Tour zu planen. Aufgrund der doch enormeren Höhendifferenz sollte man ein gutes Rad und eine vernünftige Gangschaltung haben. Die Zeit sollte ebenfalls nicht zu knapp bemessen sein, denn viele schöne Ortschaften laden dazu ein, sich niederzulassen und die tolle Gegend zu genießen. Wer von weiter weg in diese Region mit der Bahn anreisen muss, hat es recht einfach. Mannheim, Heidelberg oder Stuttgart sind gute Zubringerbahnhöfe, um dann in die Regionalbahn bzw. in die S1 umzusteigen. So lässt es sich per Zug dem geschlängelten Neckartal folgen und man kann von der Schiene auf´s Rad umsteigen, wann immer das Radfahrerherz es begehrt. Doch angesichts des großen Radwegenetzes kann auch eine gänzlich andere Region Deutschlands mit dem Fahrrad erkundet werden. An Auswahl schöner Radwanderwege mangelt es ja nun wirklich nicht.

Unser Tipp:

Nutzen Sie im Vorfeld der Planung das Internet. Schauen Sie sich Routen an, lesen Sie Erfahrungsberichte und sehen Sie sich Bewertungen anderer Radwanderer an. Um Radwege in einer bestimmten Region zu finden, benutzen Sie in der Suchmaschine Kombinationen wie etwa „Radwege in NRW“ oder „Radwege Deutschland„. 

Europäische Radwanderwege

Nicht nur in Deutschland gibt es mittlerweile tolle Radwanderwege, sondern auch im benachbarten Ausland. Von Österreich, Schweiz, Spanien und Frankreich bis in den Norden nach Dänemark, Niederlande und Norwegen kann vom deutschen Radwegenetz in der Regel angeschlossen werden. Wohnt man in Grenznähe oder möchte Touren planen, die in unsere Nachbarländer führen, finden sich entsprechende Radwanderwege. Da europaweit die Standards für Radfernwege in etwa gleich sind, kann man als Radfahrer davon ausgehen, dass man beispielsweise aufgrund der Streckenbreite und Streckenführung auch einen Fahrradanhänger mitnehmen kann. Eine Radreise ins benachbarte Ausland kann also auch mehrere Tage dauern und entsprechend benötigtes Gepäck kann mitgenommen werden. Wem die „normale“ Tour zu langweilig erscheint, kann sich auch für eine der abenteuerlichen Adventure Touren entscheiden.

Radwandern im Herbst?

Im Herbst sollte man besonders gründlich die Touren planen, sich dabei aber nicht unbedingt auf einen bestimmten Tag oder ein bestimmtes Wochenende festlegen. Es kann ja durchaus vorkommen, dass es just zu diesem Zeitpunkt zu stürmisch ist oder es regnet. Deshalb: planen ja, aber nicht unbedingt zeitlich fixieren bzw. eins, zwei Ausweichtermine einkalkulieren. Beim Radwandern gestaltet sich dies etwas schwieriger, will man mehrere Tage aufbrechen. Das Wetter ist im Herbst nur schwer absehbar. Es muss mit Herbststürmen gerechnet werden. Es wird früher dunkel, man hat eventuell mehr Gegenwind, die Straßenverhältnisse können wegen Laub deutlich unsicher sein. Wer dennoch die Radwanderkarten schnappt und im goldenen Oktober auf Tour gehen will, sollte also an jene Widrigkeiten denken. Man fährt langsamer und hat nicht so viele Stunden zur Verfügung, wie es in den Sommermonaten ist. Plant man jedoch vor Reiseanbruch sorgfältig, belohnen die Radwanderwege mit einer sehenswerten Herbstkulisse, die ihre eigenen Reize hat.

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